Aktivieren von Kunststoffoberflächen im Niederdruckplasma

Niederdruck-Plasmaanlagen sind unübertroffen für die Aktivierung auch von kleinsten Kunststoffoberflächen mit komplizierter Geometrie. Die Oberflächen zahlreicher industrierelevanter Kunststoffe wie Polyolefine (PE, PP, EPDM oder PTFE) sind derart unpolar, dass sie von Lacken, Druckfarben und Klebern nur unzureichend benetzt werden. Gute Benetzbarkeit einer Oberfläche ist jedoch die Voraussetzung für gute Hafteigenschaften beim Verkleben und Lackieren.

Das Plasmaverfahren arbeitet ohne Einsatz von Flüssigkeiten. Nach dem Abschalten der Gasentladung kehrt das Prozessgas sofort wieder in seinen (neutralen) Grundzustand zurück. Dies bedeutet in der Praxis hohe Sicherheit beim Betrieb, keine Probleme mit etwaiger Nachkorrosion, da die Teile nach der Bearbeitung absolut trocken sind.

Anwendungsbereiche

in...
- Elektronik und Sensorik
- Automobilzuliefererindustrie
- Medizintechnik
- Forschung und Entwicklung
- kunststoffverarbeitenden Industrie

vor...
- Kleben
- Bedrucken
- Beschichten
- Lackieren

 


Es sind Geräte mit unterschiedlichen Kammergrössen verfügbar. Standardmässig werden Anlagen des Herstellers PINK mit Mikrowellen betrieben. Je nach Anwendung werden die Anlagen aber auch mit RF (13,56 Mhz) oder LF (40kHz) ausgestattet. Für Sonderanwendungen gibt es auch Dualfrequenz Anlagen (RF und MW oder LF und MW). Die Kammer ist elektrodenfrei, es entstehen daher keine Biasspannungen an den Substraten, und auch keine hohen Temperaturen!

Vorteile

  • trockener, umweltfreundlicher Prozess - keine Entsorgung nasser Chemikalien
  • höchste Aktivierung der Oberflächen
  • sauberer Prozess, hohe Prozesssicherheit
  • für 3D-Teile geeignet - gute Spaltgängigkeit
  • keine Beeinträchtigung des Grundmaterials
  • gleichzeitige Behandlung verschiedener Materialien
  • Schüttgut-Behandlung möglich
  • niedrige Prozesskosten

Broschüre PINK

Die Oberflächenenergie kann mit Testtinten und -stiften einfach ermittelt werden.