Parylene

Beim Parylene Prozess wird eine Polymerschicht unter Vakuum bei Raumtemperatur auf das Substrat abgeschieden. Die so entstehenden Schichten sind einige Nano- bis einige Mikrometer dick und haben folgende Vorzüge:

  • gute mechanische und sehr gute dielektrische Eigenschaften
  • gleitfähige Oberfläche
  • biokompatibel
  • transparent
  • temperaturstabil und lösemittel-beständig
  • porendicht ab 3 µm
  • hervorragenden Korrosionsschutz gegen agressive Flüssigkeiten und Basen
  • ausgezeichnete Permeationsbarriere
  • MIL-Standards

Praktisch jedes Substratmaterial wie z.B. Metall, Glas, Papier, Lack, Kunstoffe - sogar PTFE -, Keramik, Ferrit und Silikone ist mit Parylene beschichtbar. In einem Arbeitsgang können Beschichtungsdicken von 0,5 bis 50 µm aufgebracht werden. Die Beschichtungsrate beträgt 3 bis 5 µm pro Stunde.


Die Einsatzbereiche liegen in der Medizintechnik, in der Elektronik-, Kunstoff-, Metall- und Automobilindustrie, sowie Raumfahrt und Rüstungsindustrie.

Typische Anwendungen

  • Barriere-Schichten (z. B. Filter, Membrane, Ventile)
  • konforme Beschichtung elektronischer Bauteile für rauhe Umgebungsbedingungen
  • dielektrische Beschichtung (z. B. Kerne, Spulen)
  • hydrophobe Beschichtung (z. B. biomedizinische Schläuche)
  • Verringerung der Reibung (z.b. bei Führungsdrähten für Katheter)
  • Mikrowellen-Elektronik
  • Sensoren in rauher Umgebung
  • Elektronik für Raumfahrt und Rüstungsindustrie
  • Korrosionsschutz für metallische Obeflächen
  • Verstärkung von Mikrostrukturen
  • Abrasionsschutz
  • Schutz von Kunststoff, Gummi, etc. vor Umweltein-flüssen

Angebot

Parylene-Beschichtungsanlagen

Von der schlüsselfertigen Serienanlage bis hin zu Sonderanlagen; es sind Anlagen mit verschiedenen Kammergrössen verfügbar.


Lohnbeschichtungen mit Parylene C, N und D

Mit der unübertroffenen Reinheit des PPS-Dimer von nahezu 100 % kann eine absolut konforme Beschichtung und ein optimaler Schutz der Substratmaterialien erzielt werden.

Parylene C:
wird am Häufigsten verwendet, insbesondere wenn gute elektrische und physikalische Eigenschaften gefordert sind.

Parylene N:
wird dort eingesetzt, wo eine kleine Dielektrizitätskonstante und ein grosses Penetrationsvermögen erforderlich ist.

Parylene D:
wenn Hochtemperaturbeständigkeit gefordert ist, kann bis zu 140 °C eingesetzt werden.